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G E S C H I C H T E
     
  Musikhaus Herrmann und seine 112 jährige Geschichte

Angefangen hat alles als der in Aufhausen bei Bopfingen geborene Joseph Herrmann, der bei der Heilbronner Klavierfabrik Uebel & Lechleiter als Klaviertechniker gelernt hatte, 1889 als Dreißigjähriger im Hause Klösterlestraße 2 ein Instrumentengeschäft eröffnete.


Arbeitsgebiet:

Damals war die Pflege der Hausmusik noch eine Sache der Familie. Radio, Fernseher, Plattenspieler, Bandgeräte und CD Player gab es zu dieser Zeit noch nicht. In der Schulstadt Schäbisch Gmünd fand Joseph Herrmann somit ein dankbares Arbeitsgebiet. Er besuchte Schulen und Lehrerseminare, stimmte und reparierte dort die Klaviere. Neben den Instrumenten benötigten die Musikliebhaber auch Saiten und noch manches andere Zubehör, das man dann beim Musikalienhandel des Joseph Herrmann immer bekommen konnte.

Firmensitz:
Das Geschäft florierte und wurde 1895 in das damals neuerbaute Geschäftshaus Ecke Sebaldstraße/Klösterelestraße verlegt, das auch heute noch, jedoch inzwischen mehrfach umgebaut, Sitz der Firma ist. Sein eintausendstes Klavier hatte Herrmann bereits im Jahre 1907 verkauft. Ein solches Instrument kostete damals die große Summe von 600 bis 800 Goldmark. Aber auch für eine Schülervioline mußten bereits 15 bis 20 Mark bezahlt werden. Das Stimmen der Klaviere und Reparaturarbeiten erforderten oft stundenlange Wege, zu Fuß versteht sich. Eine Erkältung, die sich Herrmann auf einem solchen Weg geholt hatte, führte im Oktober 1909 zum Tode des geachteten Geschäftsmannes. Sein Sohn, Joseph Herrmann jun., war damals erst 19 Jahre alt. Genau wie sein Vater hatte er bei Uebel & Lechleiter gelernt und später die Meisterprüfung als Klavierbauer abgelegt. Als er die Volljährigkeit erreicht hatte, übernahm er das Geschäft und führte es ganz im Sinne seines Vaters weiter. Der Erste und Zweite Weltkrieg beherrschten seine Führungszeit. Sein einziger Sohn, der mit dem Vater und Großvater Beruf und Vornamen gemeinsam hatte, kam nicht mehr aus dem Krieg zurück. Im Jahre 1945 starb auch Josef Herrmann jun. und damit ging die Leitung des Geschäftes auf seine Ehefrau Charlotte, geborene Jenny über, die wegen ihres freundlichen Wesens und ihres schweizer Dialekts manchem älteren Gmünder noch in Erinnerung sein dürfte. Sie führte die Firma bis zu ihrem Tode im Jahre 1953.

Die Töchter:
Nun wurden die beiden Töchter in die Pflicht genommen: Charlotte Haager und Gabriele Kieninger. Bis 1955 leiteten sie das Musikgeschäft gemeinsam, dann führte es Charlotte Haager in eigener Regie bis zum Jahre 1977 weiter.
Von diesem Zeitpunkt an traten ihre beiden Söhne Eberhard und Martin die Nachfolge an. Daß der Beruf des Klavierbauers bei den Herrmanns zu einer Tradition geworden ist, zeigt sich darin, daß Eberhard Haager nun schon in der vierten Generation diesen Beruf erlernt hat.
Sein Bruder Martin besitzt ebenfalls große Erfahrung im Musikgeschäft. Er ist Musikalienhändler von Beruf und hat nach einem längeren Auslandsaufenthalt (in Chicago) im elterlichen Geschäft intensiv mitgearbeitet. Bis heute leitet er das Geschäft erfolgreich weiter.

(c) 2001, musikhaus herrmann, min. resolution 800 x 600, best resoluti1024 x 768